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Checkliste für eine gelungene Körperarbeit Teil 3

Teil 3  – Nachbereitung

Nach Deiner Körperarbeit am Hund gibt es ebenfalls ein paar Punkte, die Du bedenken kannst.
Ein schöner Abschluss für Deine Arbeit und ein gutes Ende bieten die beste Voraussetzung für einen guten Start beim nächsten mal.

  • Höre  immer an einem ruhigen, guten Punkt auf, auch wenn Du ein paar Minuten früher, oder später fertig bist.
  • Finde lieber  etwas früher einen guten Punkt für den Abschluss und mache kurz mit der/dem Besitzer noch eine Nachbesprechung.
  • Beantworte mögliche Fragen des Menschen, lass ihn an Deinen Eindrücken teilhaben und den Hund währenddessen in Ruhe den Raum erkunden.
  • Lass den Hund ab jetzt unbedingt in Ruhe, werde Du noch der Besitzer sollten ihn nach der Körperarbeit anfassen, füttern oder streicheln.
  • Wenn möglich beende die Arbeit in einer entspannten Stimmung, oder stelle  nochmal bewusst eine entspannte Stimmung her, bevor alle aufstehen.
  • Kläre den/die Besitzer*in darüber auf, dass beim Hund merkwürdiges Verhalten, oder körperliche Reaktionen in den nächsten Tagen auftreten können.
  • Der/die Besitzer*in sollte den Hund nach der Arbeit sich nur kurz lösen lassen und ohne große Eindrücke schlafen lassen. Kein Spaziergang, kein vorbeigehen an Außenzwingern, oder aufregenden Situationen
  • Der Hund sollte mindestens eine Stunde nach der Arbeit schlafen, lieber mehr.
  • Versuch für Dich ein Selbstfürsorge Ritual zum Abschluss zu etablieren: Hände waschen, lüften, bewegen, den Raum verlassen, Dich mit etwas Anderem beschäftigen.
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Checkliste für gelungene Körperarbeit Teil 2

 

Während der Körperarbeit

Während der Körperarbeit ist es wichtig und notwendig auf einige Dinge zu achten.
Da Du führst und vielleicht sogar Kunden mit im Raum sind, bekommst Du hier die Checkliste für eine gute Körperarbeit:

  • Führe keine Gespräche mit dem Kunden über irgendetwas, was nicht in diesem Moment ist – Kein Smalltalk, keine Beschäftigung mit Problemen des Kunden, maximal Erklärungen und Nachfragen zu dem, was in diesem Moment passiert
  • Sprich wenig, oder gar nicht und ziehe den Hund immer vor. Sei bereit ein Gespräch jederzeit abbrechen, wenn der Hund Deine volle Aufmerksamkeit braucht
  • Lass andere Hunde im Raum nur dann zu, wenn sie hilfreich „mitarbeiten“, oder wirklich nicht stören!
  • Verändere so wenig wie möglich die eigene Position verändern, oder die Situation.
    (gute Vorbereitung ist alles!)
  • Lass Deine Konzentration beim Hund, entwickle Strategien um Deine  eigenen Gefühle deuten zu können und sie vom Hund zu differenzieren
  • Wende Strategien zur eigenen Entspannung und Zugewandheit an.
  • Vermeide bestimmte Erwartungen, oder Vorstellungen und eine Orientierung am Hund und seinem Verhalten
  • Probiere viele Variationen in Deinen Techniken neugierig aus und  gib ihnen Zeit um wirken zu können.
  • Geduld, Geduld, Geduld, Geduld, Geduld, Geduld, Geduld, Geduld, Geduld!…Ruhe. Langsamkeit
  • Vermeide das Hervorrufen von dramatischen Reaktionen oder anderer „Beweise“ für eine Wirksamkeit Deiner Arbeit. Halte Dein Ego im Zaum! Körperarbeit muss nicht krass aussehen.
  • Bleib bereit und offen für wirkliche dramatische Anfälle, hysterische Ausbrüche oder Wut des Hundes ohne sie zu bewerten oder zu unterdrücken.
  • Lass möglichst jede Reaktion des Hundes bis zum Ende durchlaufen bevor ein neuer Impuls gesetzt wird.

Mit dieser Checkliste hast Du richtig viele Infos um eine gelungene und erfolgreiche Körperarbeit mit Hund zu erleben. Morgen gibt es den nächsten Teil: “Nachbereitung”

Willst Du noch mehr zum Thema Körperarbeit mit Hund wissen?
Dann schau mal rein:

Checkliste für gelungene Körperarbeit Teil 1

Teil 1:

Gute Vorbereitung!

Ohne gute Vorbereitung geht nichts!
Für richtige Körperarbeit brauchst Du eine ruhige Umgebung und keine Störungen, oder Gefahrenquellen. Deswegen bekommst Du hier die Checkliste für eine gelungene Vorbereitung Deiner Körperarbeit:

 

  • Keine Körperarbeit bei akuter Krankheit: Solltest Du Dich nicht gut fühlen oder Schmerzen haben sag einen Körperarbeitstermin lieber ab, auch wenn Du vielleicht eine normale Trainingsstunde noch machen würdest. Dasselbe gilt, wenn der Hund akut krank oder unwohl sein sollte.
  • Achte auf einen ruhiger Raum, ohne Sicht nach draußen für den Hund
    ( Nicht direkt am bodentiefen Fenster)
  • Keine Geräuschbelästigung durch andere Hunde direkt im Nebenraum.
  • Ein gemütlicher Ort, an dem Du gut auf dem Boden sitzen und auch Deine Sitzposition ändern kannst, ohne etwas wegräumen zu müssen.
  • Nutze gewaschene Decken als Ablagemöglichkeiten für den Hund, die nicht nach anderen Hunden, oder sogar Urin, Läufigkeitsblut oder ähnlichem riechen.
  • Achte auf das Temperaturbedürfnis des Hundes, zum Beispiel keine Decke für stark behaarte Hunde, ein geöffnetes Fenster, oder eine besonders dicke Decke für frierende Hunde
  • Leg eventuell eine zusätzliche Decke, oder Meditationskissen für Dichbereit um eine unangenehme Position auszugleichen, ohne Dich umsetzen zu müssen.
  • Nutze unbedingt passende und sichere Maulkörbe für die Arbeit mit bissigen Hunden (keine Nylonschlaufen!)
  • Trage  lange und feste Kleidung.
  • Trage bequeme, aber schützende Schuhe, auch wenn im Raum gearbeitet wird. (Hundekrallen)
  • Leg Fingerringe und auch baumelnde Ketten und Ohrringe ab.
  • Entferne unnötige „Klamotten“ des Hundes: Geschirre ausziehen, Marken am Halsband entfernen usw.
  • Achte auf Sicherheit: Schliess Türen und stelle sicher, dass niemand hereinkommt.
  • Vermeide jegliche Unterbrechung und Störung:  Handy ausschalten, vorher die Toilette aufsuchen und trinken und die/den Kund*in aufsuchen lassen, Türschild außen anbringen, Klingel abstellen usw.

Mit dieser Vorbereitung steht einer konzentrierten und erfolgreichen Körperarbeit nichts mehr im Wege!
Morgen gibt es den zweiten Teil unserer Checkliste: ” Worauf Du während der Körperarbeit achten kannst.”

Du kennst unsere 8 teilige Weiterbildung zur Körperarbeit mit Hund noch nicht?
Dann lern sie hier kennen:

Körperarbeit ist vielfältig

Es gibt verschiedenste Arten von Körperarbeit, die alle eine Sache verbindet:
Ihr therapeutischer Nutzen soll sich hauptsächlich auf seelische Probleme auswirken, obwohl am Körper etwas gemacht wird.
Ein Gespräch, oder die bewusste Auseinandersetzung mit dem Problem entfallen dabei bei den meisten Körperarbeit-Techniken.

Eigentlich sind diese Formen der Therapie für Menschen gedacht, die zu „verkopft“ an ihr Problem herangehen, Kinder, die sich noch nicht richtig sprachlich ausdrücken können, oder Probleme, die so unterbewusst auf uns wirken, dass sie über Worte nicht zu fassen und über bewusste Gedanken nicht zu greifen sind.
Perfekt also für die Anwendung am Hund, denn damit ist es möglich psychische Belastungen, auffälliges Verhalten, Stress und Überreaktionen anzugehen, ohne zu sprechen oder kognitiv verstehen zu müssen.

Körperarbeit ist eine Manipulation am Körper, entweder von Außen, durch einen Therapeuten durchgeführt, indem er den Körper bewegt, hält, massiert, oder eine kontrollierte Bewegung führt, oder es wird angeleitet, aber selbst ausgeführt nach bestimmten, vorgegebenen Mustern.

Yoga, Thai Chi, oder PNF sind zum Beispiel solche Bewegungen und Körpermanipulationen.
Wir bewegen und drücken den Körper, dehnen, ziehen und begeben uns in teilweise sogar unangenehme Positionen.
Wir nehmen bewussten Einfluss auf Atmung, Herzschlag und Muskelaktivität.
Bestimmte Formen von therapeutischer Massage, Körper-Psychotherapie, einige Anteile in der Physiotherapie oder Ostheopathie zum Beispiel werden von Außen am Körper geführt und haben dadurch eine heilende Wirkung.
Beide Versionen dieser Arbeit sind miteinander kombinierbar und bilden dann wieder neue, andere Techniken der Körperarbeit.

Diese Möglichkeiten der Körperarbeit für Menschen lassen sich als Vorbild für die Arbeit am Hund nehmen, vieles ist übertragbar und kombinierbar und so kann Körperarbeit am Hund zu deutlichen Veränderungen im Verhalten führen. Dadurch unterstützt die Körperarbeit nicht nur das Wohlbefinden und die Lernbereitschaft des Hundes, sondern kann sogar perfekt mit im Trainingsplan eine Wirkung entfalten, auffälliges Verhalten verbessern und Trainingsansätze im Hundetraining erleichtern.

Körperarbeit am Hund ist also vielfältig, unterschiedlich, bisher wenig erforscht und  wird oft nur in klar abgegrenzten Teilbereichen angewendet.

Wir möchten das gesammelte Wissen der Anwendungsmöglichkeiten miteinander verbinden und Dir als Weiterbildung zur Verfügung stellen, damit Du diese hilfreiche und schöne Form der Trainingsunterstützung erlernen kannst.
Auf Deine ganz persönliche Art kannst Du dann das Wissen verbinden und zu DEINER therapeutischen Körperarbeit machen.
In der KöterCoach Weiterbildung „Kontakt durch Körperkontakt“ lernst Du alles was Du brauchst, um los zu legen und Körperarbeit am Hund sinnvoll anwenden zu können!

  • In 8 intensiven und praxisbezogenen Elemente des Kurses (jedes Element ist mindestens zwei Stunden lang) zeigen wir Dir Anwendungsbeispiele, Techniken und Übungen und geben Dir den theoretischen Hintergrund für Anatomie, Wirkungsweisen und korrekte Umsetzung der Techniken.
  • Du übst praktisch und angeleitet an Deinem eigenen Hund.
  • Der Kurs kann so oft wiederholt werden wie Du möchtest, er gehört nach dem Kauf für immer Dir und ist nebenbei auch als Weiterbildung von der Tierärztekammer SH anerkannt!
  • Du solltest für die Teilnahme professionelle/r Hundetrainer*in sein!
  • Fachwissen über Hundeverhalten und Körpersprache des Hundes setzen wir als Grundlage für diesen Kurs voraus!
  • Die Weiterbildung ist für die spätere Anwendung an Kundenhunden zur Unterstützung des Hundetrainings gedacht.
  • Alle Inhalte des Kurses sind Aufzeichnungen und können daher in Deinem eigenen Tempo und zu jeder Zeit umgesetzt und angesehen werden!

 

Körperarbeit mit Hunden und Ethik

Körperarbeit mit Hunden ist eine hilfreiche Methode Hunden in´s Training zu verhelfen.
Es stärkt sie, regt seelische Prozesse an und zwingt sie in eine Auseinandersetzung auf einer sehr basalen Ebene mit ihrem Problem.
Während das Training, oder Verhaltenstherapie bewusste Veränderungen und Entscheidungen vom Hund verlangt, ist die Körperarbeit unterschwelliger und funktioniert über die Verbindung von Hormonausschüttungen, Bewegungen und der Reaktion und Gegenreaktion von Körper und Gehirn.
Im Organismus selbst eine komplexe Reaktion, natürlich in Verbindung mit normalen Lernprozessen, die immer mit laufen.
Das klingt schwer, ist es aber eigentlich gar nicht.
Genauso wie die Psyche einen Einfluss auf den Körper hat, indem sie ihn angespannt fest und unnachgiebig machen kann, so hat der Körper auch einen Einfluss auf die Psyche.
Vereinfachte Beispiele wären so etwas wie eine intensive Massage. Die lockert nicht nur die Muskeln, sondern macht auch seelisch locker und befreit. Jeder, der schon mal eine richtige Massage genossen hat weiß, das sich diese auch extrem auf die Stimmung und Ausgeglichenheit des Geistes auswirkt.
Genauso wie ein Tag in der Sauna, mit dem Unterschied von Hitze und Kälte am Körper eine direkte Reaktion auf unser Stresslevel, aber auch auf das subjektive Gefühl von Zufriedenheit und Offenheit für Veränderungen hat.
Körper und Geist arbeiten zusammen, im Guten, wie im Schlechten und ganz ohne zu sprechen können wir über Berührungen einen Kontakt herstellen, der etwas bewegt.
Das klingt jetzt vielleicht nach irgendetwas mysteriösen, unbegreiflichem, ist aber einfach nur ganz banale Gehirnreaktion. Die genaue Beschreibung was Körperarbeit eigentlich ist, welche Techniken alle dazu gehören und wie sie ganz einfach auf den Hund übertragbar sind, lernst Du in unserer Webinar-Reihe „Kontakt durch Körperkontakt“.
Die Technik und Möglichkeiten sind aber nur eine Sache. Dazu kommt auch die Verantwortung ein Lebewesen in einen Kontakt zu bringen, den es sich vielleicht nicht selbst ausgesucht hätte. Während wir als Menschen Hilfe aktiv suchen, werden unsere Hunde dazu gebracht sich auf dieses Abenteuer ein zu lassen. Auch bei der Arbeit mit dem Menschen geht es immer wieder auch darum bestimmte Momente aus zu halten und auch unangenehme Gefühle zu zu lassen.
Als Helfender ist man dabei in der Verantwortung diese Momente von denen zu unterscheiden, die zu viel sind, eine Retraumatisierung bewirken können und den Organismus nur sinnlos wieder in sein altes Angstmuster zurück werfen.
Körperarbeit ist keine Brechstange, kann es aber werden, wenn der Erfolg daran fest gemacht wird, ob die direkte Reaktionen möglichst intensiv wahrnehmbar sind.
Körperarbeit ist etwas, was sich am Bedürfnis des Anderen mit bewegt und darf nicht genutzt werden, um heftige Panikreaktionen aus zu lösen.
Trotzdem wird es vielleicht mal dazu kommen, dass sich ein Hund zur Wehr setzt, Aggression zeigt, oder weg will und dann gehalten werden sollte, wieder herangeholt werden muss und ihm etwas mehr zugetraut werden darf, als er selbst sich zutrauen würde.
Diesen Seiltanz nehmen wir in unseren Webinaren immer wieder sehr ernst und bewusst mit auf und erläutern, ab wann es zu viel wird, um darin zu schulen, das eigene Ego und Bedürfnis nach einer sichtbaren Reaktion niemals leitend werden zu lassen.
Das ist der eigentlich wichtige Teil, indem wir uns alle schulen können und sollten.
Die Techniken die Du anwenden kannst sind schnell vermittelt und werden im Webinar natürlich ebenfalls erklärt, gezeigt und angeleitet.
Das Einlassen auf den Hund, das Orientieren an seinen Bedürfnissen als oberste Prämisse und das stetige Annehmen, aber niemals erzwingen wollen ist unsere Idee bei dieser Reihe.
Deswegen finden wir das Format des Webinars und des Webinar-Mitschnitts auch grade hierfür wirklich passend, auch wenn wir Euch normalerweise lieber „in natura“ vor uns sitzen haben.
Aber in diesem Fall ist es dadurch möglich einen wirklich ruhigen und unbeobachteten Raum zu schaffen, frei von jeder Selbstdarstellung und jedem Druck.
Die Kameras der Teilnehmer sind ausgeschaltet, jeder ist ganz bei sich und seinem Hund und kann nach jeder Praxiseinheit seine Fragen stellen.
Dadurch erleben wir einen besonders bewussten und ruhigen Umgang und viel mehr Mut in den Übungen der Teilnehmer. Und die Wirkung Bein den Hunden ist trotzdem, oder grade deshalb beeindruckend. In den Feedbacks zeigt sich immer wieder, dass es kein großes Theater braucht, um große Veränderungen zu erschaffen.
Wenn Du auch diese Erfahrung machen möchtest und Lust hast Dich über Körperarbeit mit Hunden zu informieren und praktisch zu üben, dann sei jetzt dabei!

Hol Dir unsere Reihe „Kontakt durch Körperkontakt 1-4“ und lerne alle wichtigen Grundlagen und Techniken in Theorie und Praxis.

Die Reihe findest Du hier:

Aufbauend dazu gibt es noch den Webinar Mitschnitt „Mut durch Körperkontakt“, darin erlernst Du nochmal spezielle Techniken für die Arbeit mit Hunden, die Angst vor Menschen haben.
Hier geht´s zum Aufbaukurs:
Und wenn Du jetzt gleich dabei bist kannst Du Dich noch zu unserem neuen Live Webinar am : 17.03.2021 anmelden, da geht es dann um die Arbeit mit Hunden, die Menschen beißen.
Die Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Webinar ist die Teilnahme an der 4er Reihe für die Basisausbildung zu dem Thema („Kontakt durch Körperkontakt“)!
Die Vorherige Beschäftigung mit dem Aufbaukurs für ängstliche Hunde ist nicht verpflichtend, wird aber empfohlen.
Hier kannst Du Dich zum Live Webinar anmelden:

Kontakt ist ein Grundbedürfnis…

 

..das merken wir gerade in diesen Zeiten besonders.

Wir können Freunde treffen, spazieren gehen, miteinander reden.
Und trotzdem fehlt was. Das Umarmen zur Begrüßung, das unbedarfte Hand auf die Schulter legen, oder anknuffen, wenn der Andere einen Witz gemacht hat.
Wie sehr uns etwas gut tut merken wir oft erst, wenn es nicht mehr da ist. Weil wir eben auch Rudeltiere sind und ein liebevoller Körperkontakt in vertrauter Umgebung und mit jemandem Richtigen einfach dazu gehört.
Genau so wohltuend ist Körperkontakt auch mit unseren Hunden.
Sie zu streicheln, neben uns liegen zu haben und bei ihnen zu sein beruhigt unseren Puls, macht uns konzentriert und fokussiert. Es beruhigt uns und es kann noch viel mehr erstaunliche Dinge tun, die in der Therapie für Menschen schon lange erforscht sind und genutzt werden:
Es macht uns offen in Therapiegesprächen, es lässt uns resilienter werden. Es verringert die Gefahr eine Panikattacke zu bekommen, einen epileptischen Anfall zu erleiden und tiefer in Depressionen zu sinken. Es heilt unseren Körper und unseren Geist und bildet in vielen Bereichen eine wertvolle Grundlage für Medizin, Therapie und Pädagogik.
Hast Du Dir eigentlich schon mal überlegt, dass in so einem Hund genau dasselbe passiert?
Das genau diese positiven Auswirkungen auch ihn betreffen? Das wir auch so etwas wie “Therapie-Menschen“ für Hunde sein können, genauso wie es Therapie-Hunde für Menschen gibt?
Auf einmal eröffnen sich neue Welten für auffällige und verhaltensbelastete Hunde. Denn wir können diese Fähigkeit sogar bewusst und gezielt einsetzen um Lernen zu erleichtern und Verhaltensänderungen beim Hund zu unterstützen.
Dafür können wir sogar ein bisschen mehr tun, als hinter dem Ohr zu kraulen. Wir können bewusst den Zustand des “bei uns bleibens und Ruhe ausstrahlens“ herstellen und vermitteln. Wir können durch Techniken den Kontakt gezielt herstellen.
Körperarbeit nennt man das. Dazu gehören viele gängige Techniken, wie die Körpertherapie, Atem-und Bewegungstherapie, und diverse Formen der aktiven Bewegung (Yoga, Chi Gong usw) und der passiven Bewegung (PNF, Massage, Manuelle Therapie verschieder Art) .
Einen Einblick über die Wirkungsweise dieser Techniken, die Anwendung und praktische Umsetzung bekommst Du in unserem Kurs “Kontakt durch Körperkontakt“ .
Dieser 4teile Kurs aus Webinar Mitschnitten ist optimal geeignet, um in die Körperarbeit mit Hunden ein zu steigen. In Theorie und Praxis vermitteln wir Dir die Grundlagen der Körperarbeit am Hund. Keine Sorge, dabei geht es in keiner Weise um irgendwas esoterisches, oder übersinnliches!
Deine Techniken, Intuition und Selbstreflexion werden gestärkt, so dass Du bewusst und gezielt los legen kannst.

Mehr Infos dazu gibt es hier:

Wer hat an der Uhr gedreht?

Irgendwie verfliegt die Zeit schneller als früher, oder?
Wisst Ihr noch, wie Ihr unbedingt alt genug sein wolltet, um in die Schule zu kommen?
Oder um als erwachsen zu gelten?
Sich auf diese Zeit hin zu freuen, hat den Weg gleich länger gemacht.
Worauf freuen wir uns jetzt?
Irgendwie glauben wir doch den ganzen Quatsch, das es ab einem bestimmten Alter nichts mehr zum Freuen kommt oder?
Bereits ab 30 bekommt man die ersten, scherzhaften Geburtstagskarten darüber, was man nun für eine alte Schachtel ist.
Als sei das einizige, erstebenswerte Ziel jung und produktiv zu sein.
Aber was ist mit dieser Ruhe?
Mit dieser gelassenen Art Dinge nicht immer gleich so schwer zu nehmen?
Mit dem guten Gefühl nicht jeden Quatsch gleich auf sich zu beziehen, oder auch mal direkt für seine Fähigkeiten und Charakterzüge wahrgenommen zu werden und nicht bloß für Faltenfreiheit?
Die äußeren Umstände sind es ja irgendwie nicht wirklich, die, die entscheiden.
Bei einem Schulkind ist es nicht so schlimm, wenn es nachts mal ins Bett pinkelt, das wiegt sich gegen all die erfreulichen Ereignisse des Kindseins auf.
Bei alten, inkontinenten Menschen ist das direkt ein vernichtender Nachteil.
Ja klar, keiner möchte alt sein oder körperlich nicht mehr ganz zusammen.
Trotzdem stimmt es eben, man ist nicht so alt, wie man sich anfühlt, sondern so alt wie man sich fühlt.
Unsere Jugend und das worauf wir uns freuen können liegt eher in unserer Einstellung und dem, was wir uns im Geist erhalten.
Kindliche Neugier.
Der Mut mit Anlauf ins Klo zu greifen.
Das Hören auf unsere Gefühle und Bedürfnisse.
Das Widersetzen gegen Gesetze und Normen.
Und das Ausprobieren ohne direkt alles zu bewerten und zu kategorisieren.
So jung wie damals, mit dem Wissen von heute.
Das ist doch ein schönes Ziel. Also sind wir doch heute mal jung. Im Geist.
Probiert heute mal etwas verrücktes aus. Seid mutig und traut Euch Fehler zu machen.
Sprecht etwas aus, als würde Mutti vor Euch stehen und aufpassen.
Hüpft einen Weg entlang und macht einen Klingelstreich beim Nachbarn.
Nehmt Euch eine Klappleiter, wenn Ihr es nicht mehr schafft beim Freibad über den Zaun zu klettern.
Egal was, genießt Eure Zeit und freut Euch auf morgen, auf alle die tollen Dinge, die noch entwickelt werden, auf alle die senstationellen Erfahrungen die Euch noch bevorstehen.

Widewidewitt

Euer KöterCoach Team

Lisa und Maren

Warum Langschläfer keine faulen Socken sind

Irgendwie ist es in Mode möglichst wenig zu schlafen. Jeder brüstet sich damit, noch später ins Bett gekommen und noch früher aufgestanden zu sein.
Wer bis acht schläft wird schief angesehen, egal, was der Tag an Arbeitszeit brachte.
Wer lange schläft, oder spät aufsteht, wird gerne als faul bezeichnet.
Alles ist auf Effizienz ausgelegt, bloß nicht zu lange unproduktiv sein.
Völlig zu Unrecht das Ganze und eine total unsinnige Entwicklung.
Denn wer gut schläft ist belastbarer und macht bessere Arbeit.

Hier mal ein paar Fakten zum Thema Schlaf:
Das Schlafbedürfnis jedes Menschen ist individuell. Das bedeutet nicht, dass sich jeder aussuchen darf, wie lange er schlafen möchte, sondern, dass Dein Körper Dir vorgibt, wie lange Du schlafen musst.
Dein Gehirn braucht Schlaf um zu lernen, sich Dinge zu merken und seelische Zustände zu verarbeiten.
Ohne Schlaf wirst Du psychisch krank, körperlich krank und kannst langfristig sogar sterben.
Schlaf ist also eine indiskutable Variable Deines Lebens.
Nicht Dein Schlaf sollte sich Deinem Leben anpassen, sondern Dein Leben Deinem Schlaf.

Im Schnitt brauchen Menschen ungefär acht Stunden Schlaf pro Nacht.
Wenn alles normal ist und Du weder krank bist, noch seelisch in einem ungewöhnlich anstrengendem Zustand.
Es kann also gut sein, dass Du neuneinhalb Stunden Schlaf brauchst. Oder sieben.
Beides ist normal und hat nichts mit “wollen” zu tun.
Pubertierende dürfen gerne deutlich länger schlafen, sie leisten körperliche Höchstarbeit mit der Entwicklung ihres Gehirns und ihres restlichen Körpers.

Bist Du krank, hast eine Verletzung, oder grade etwas besonders Aufregendes erlebt, dann kann Dein Schlafbedürfnis kurzfristig sogar um ein bis zwei Stunden ansteigen.
Kommst Du dem nach, heilen deine Wunden schneller, Du wirst schneller gesund und Du vermeidest langsfristige, psychische Schädigungen.

Zusätzlich zur Schlaflänge gibt es “Lerchen” und “Nachtigallen”. Also Früh- oder Spätaufsteher. Was Dir mehr liegt ist genetisch fixiert und hat biologisch Sinn. Durch die Verteilung ist in einer sozialen Gruppe fast immer jemand wach und damit ist die Sicherheit der ganzen Gruppe gewährleistet.
Kinder sind meistens “Lerchen”, in der Pubertät werden sie zur “Nachtigall”, später dann wieder das, was ihrem Charakter am meisten entspricht.
Unter Erwachsenen gibt es etwas mehr “Lerchen” als “Nachtigallen”.

Je nachdem welcher Typ Du bist, sollte Dein Tagesablauf am besten geregelt sein.
Die “Lerche” weckt die Kinder und bringt sie zur Schule, die “Nachtigall” macht abends noch den Abwasch und legt alles für den nächsten Morgen zurecht.

Dich gegen Deine Art zu zwingen sorgt automatisch für schlechtere Schlaferholung und sollte langfristig vermieden werden.

Allerdings sollten auch die “Nachtigallen” dafür sorgen, dass sie vor 24.00 Uhr fest schlafen. Denn in dieser Zeit erholt sich der Körper intensiver als danach.

Schlaf ist eine gute Sache und eine effektive Gesundheitsvorsorge. Deswegen darfst Du gerne stolz auf tiefen und langen Schlaf sein und musst Dich keinesfalls dafür schämen, wenn Du ein Stündchen mehr kannst, als Andere.

In diesem Sinne: Gute Nacht!

Dein KöterCoach Team

Was ist eigentlich ein*e Hundetrainer*in?

In den letzten Wochen und Monaten ist deutlich geworden, dass das Bild der breiten Öffentlichkeit von Hundetrainer*innen immer noch überwiegend, das eines engagierteren Hobbys ist.
Mit Corona und Berufsverbot ist nicht zuletzt durch das Urteil des OVG zum Arbeitsverbot für Hundeschulen in NRW klar geworden dass unsere Arbeit nicht als das wahrgenommen wird, was sie ist sondern in letzter Konsequenz eher als Spaß und Freizeit als die nötige  und unverzichtbare Hilfestellung die sie ist.
Was wir brauchen ist sicher eine bessere Lobby und genauso sicher eine stärkere Gemeinschaft untereinander.
Der Umgang und die Stimmung von Hundetrainer*innnen untereinander ist nach wie vor überwiegend geprägt von Misstrauen, Konkurrenzdenken und Methodendiskussionen.
Wie kommen wir dahin?
In unseren Augen ist die Voraussetzung für die  Weiterentwicklung einer Gemeinschaft immer zunächst die persönliche Entwicklung jedes Einzelnen.
Deswegen beginnt die Reise des Superberaters im ersten Element auch immer mit Dir selbst und mit der Frage:
Wer bin ich als Hundetrainer*in?
Denn Misstrauen entsteht aus Angst und der bester Schritt aus der Angst ist möglichst viel Wissen.
Auch und vor Allem über Dich selbst!
Wer sich selbst bewusst ist – ist selbstbewusst und braucht keine Konkurrenz fürchten.

Du hast noch bis morgen die Chance in der nächsten Runde des Superberaters dabei zu sein – denk dran, diesmal sind wir live mit an Bord!
Also pack die Koffer und los geht´s!

Lisa und Maren

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