Glaub nicht was Du denkst! (2)

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Glaub nicht was Du denkst!


Warum es sich lohnt regelmäßig einen Realitätscheck zu machen.

Von Lisa Pinsdorf

Vor einiger Zeit ist auf einem meiner Workshops etwas ganz spannendes passiert, an dem ich Euch gerne teilhaben lassen möchte.
Beim Workshop „Wieisserdennso?“ geht es um Persönlichkeitseinschätzung. Es gibt ein paar Aufgaben und kleine Tests und wir beobachten, wie die Hunde sich in den verschiedenen Situationen verhalten. Am Ende besprechen wir dann, was das gezeigte Verhalten für Hinweise auf die verschiedenen Hundepersönlichkeiten gibt und was eventuell wichtig sein könnte zu beachten, wenn es um Training und die Beziehung zwischen Hund und Halter geht.

Das Besondere an diesem Workshop ist, dass die Hunde jeweils von einem der anderen Teilnehmer beobachtet und eingeschätzt werden, also von einer Person, die weder den Hund noch den Besitzer irgendwann schon einmal gesehen hat.
Und dabei ist nun am letzten Wochenende, aber auch schon bei einigen der vorigen Workshops folgendes passiert:
Es gibt am Ende eine Abschlussrunde, bei der wir über jeden der Hunde ausführlich sprechen. Der oder die Beobachterin darf hierbei zuerst erzählen, was sie gesehen hat und wie sie den Hund und auch die Beziehung zwischen Hund und Mensch einschätzt.
Die Beobachterin beginnt zu erzählen und das Bild, was sie vom Hund und von der Beziehung malt, ist ein völlig anderes als das Bild des Besitzers. Beim letzten Mal war der Hund laut der Beschreibung der Beobachterin auffällig entspannt in allen Situationen und ganz besonders orientiert an der Besitzerin. In diesem Falle kannte ich Hund und Mensch und wusste, dass einige anstrengende Jahre hinter den beiden lagen, in denen man hätte sagen können, dass diese Hündin das Wort Entspannung ganz sicher für ein Fremdwort hielt und dass ihre Besitzerin für sie auch in den allermeisten Situationen nur lästig hinten an der Leine hing.
Ich blickte also in die ungläubigen Augen der Halterin, die gerade eine Beschreibung über ihren Hund und sich hörte, die sie sicher so nicht erwartet hatte und sah, wie sich auf ihrem Gesicht immer mehr ein Lächeln ausbreitete und ich war so gerührt davon, wie bewegend es ist, wenn man das erste Mal mit einer neuen Realität konfrontiert wird.
Denn das ist es – es ist die Realität!
Vielleicht ist es erstmal nur ein kleiner neuer Teil und auch durch andere Augen gesehen, aber es ist eine wunderbare Möglichkeit für die Besitzerin dieser Hündin, diese Realität mitzunehmen und zu ihrer eigenen neuen Realität zu machen.
Leider speichert unser Unterbewusstsein unangenehme Gefühle und Gedanken sehr viel besser ab als schöne Erlebnisse und schöne Gedanken und wenn wir mit einem Hund zusammen leben, der uns häufig an unsere Grenzen bringt, dann kann dieser Batzen an unangenehmen Gedanken und Erwartungen ganz schön groß werden. Wir blicken den Hund an und denken daran, wie er gestern wieder die ganze Straße zusammengeschrien hat, als er die Nachbarskatze erspäht hat. Wir nehmen die Leine in die Hand und unser Körper erinnert sich automatisch daran, wie schmerzhaft es war, als sie uns beim letzten Mal durch die Hand gerutscht ist, oder als wir fast umgerissen wurden, weil unser Hund den Nachbarshund beschimpfen musste, der plötzlich hinter der Ecke auftauchte.
Diese Gedanken und Gefühle sind wie eine dunkle Wolke, die auf jedem Spaziergang über uns schwebt und wenn es dann wieder passiert, dann keift diese Stimme im Kopf: „ Siehst Du! Wusste ich doch!“
Und auch wenn es in Wirklichkeit schon viel besser ist und sich ganz, ganz viel verändert hat und wir schon 30 Mal an lockerer Leine an Hund und Katze vorbeigelaufen sind, dann zetert die Stimme immer noch herum und erzählt uns, dass wir uns bloß nicht in Sicherheit wiegen sollen.

Also: Macht ab und zu einen Realitätscheck und helft Eurem Gehirn dabei, neue und angenehme Gedanken zu speichern. Eine tolle Übung dazu ist, sich regelmäßig aufzuschreiben, was gut geklappt hat und sich das vor jedem Spaziergang oder bei anderen Gelegenheiten durchzulesen.
Eure Gefühle folgen Euren Gedanken. Also glaubt nicht alles was Ihr denkt und überprüft mal ab und zu, ob es nicht Zeit ist fröhlich in eine neue und schönere Realität zu hüpfen, ich bin sicher Euer Hund wird bereitwillig mitkommen

Das Foto von der nachdenklichen Zoe ist von unverstellt fotografie

Spülmittel und Welpengruppen

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Was geht?

( Wer geht? Und wohin eigentlich?)
von Lisa Pinsdorf

Neulich hab ich in einer meiner Gruppen mit den Hundehaltern gehen geübt. Klingt verrückt oder? Wir sind ja keine Gymnastikgruppe oder eine Modelschule – wobei die Ergebnisse zum Teil sehr anmutig waren… Spaß beiseite, was sollte das?
Es handelte sich bei dieser Gruppe um meinen „Körpersprache Treff“ dort beschäftigen sich die Teilnehmer regelmäßig mit der nonverbalen Kommunikation mit ihrem Hund, also dem „Reden“ mit dem Körper. Dabei geht es auch immer wieder um Stimmungen, denn die kann man wunderbar über den Körper übertragen. Manchmal wird da fröhlich rumgehüpft um danach wieder ganz still zu werden und tief zu atmen. In dieser Stunde waren ausgerechnet vier besonders quietschige Hundetypen versammelt – inklusive meiner eigenen schwarzen Piepsprinzessin. Die Hundehalter kamen mehr oder weniger hektisch von Arbeit oder Autobahn und die Stimmung war allgemein eher aufgeladen. So eine typische Stimmung, bei der man merkt hier könnte es jetzt echt schwierig werden konstruktiv was mit den Hunden zu machen. Statt also wie geplant, den Longierkreis aufzubauen und körpersprachliches Führen zu üben, sind wir gegangen – und zwar ganz bewusst immer nur einen Schritt und in Zeitlupe. Das kann ganz schön komplex sein so ein Schritt! Gewicht nach vorne verlagern, Fuß langsam heben, Fuß weiter vorne wieder absetzen, langsam abrollen, Fuß ganz aufsetzen, wieder aufrichten, dabei noch tief in den Bauch atmen – ich sag Euch nach kurzer Zeit hatten wir das Gefühl wir hätten unserem Körper noch nie sowas komplexes zugemutet.. Die Hunde haben wir übrigens einfach Hunde sein lassen. Innerhalb von wenigen Minuten hatte sich die Stimmung beruhigt und wir konnten erfolgreich noch ein paar andere Übungen machen.
Klingt simpel und total erfolgreich oder? Tatsächlich ist das das Ergebnis von einem langen Prozess. Ich bin sicher, die Übung hätte in einer unserer Youngsters Gruppen anders ausgesehen – da hätten sich die jungen Wilden nämlich sicher nicht so schnell der Stimmung ihrer Menschen angepasst und wären die noch so gechillt daher gekommen.
Ganz häufig müssen Hunde erst lernen, dass es Sinn machen kann sich der Stimmung ihrer Menschen anzupassen und dazu gehört ganz oft ein recht kleinschrittiger Weg bei dem es anfangs auch dazu gehört, dass der Mensch dem Hund verbietet jetzt weiter in seiner kleinen persönlichen Partywelt zu bleiben. Je offener der Hund dem Menschen gegenüber ist, desto schneller gelingt es dann auch eine angemessene Stimmung vorzugeben. Übrigens kann auch Partystimmung mal angemessen sein – wenn ich zum Beispiel einen kleinen Angsthasen an meiner Seite habe – wäre es doch schön ich könnte ihn auf eine Party mitnehmen obwohl es zum Beispiel grade im Hintergrund anfängt zu donnern.
Stimmungsübertragung ist ein ziemlich faszinierendes Phänomen und kann ein tolles Werkzeug sein um Veränderungen im Verhalten eines Hundes zu bewirken. Bewusstmachen muss man sich dabei immer, dass das keine Einbahnstraße ist. In dem Moment wo Hundehalter in eine Beratung kommen läuft die Stimmungsübertragung meistens schon eine ganze Weile in die andere Richtung, das heißt der Mensch lässt sich von der Stimmung des Hundes beeinflussen. Ich glaube das Menschen sich viel schneller auf die Stimmung ihres Hundes einlassen, als auf die Stimmung eines anderen Menschen, vielleicht weil Menschen generell auch mehr Gefühle gegenüber ihrem Hund zulassen oder sie offener zeigen. Es reicht dann nicht einfach die eigene Stimmung zu verändern, sondern auch der Hund muss lernen, dass die Stimmung seines Menschen in Zukunft für ihn eine Bedeutung hat. Und dann können Mensch und Hund zusammengehen – ob auf die Party oder in die Chillout Lounge kann dann noch verhandelt werden

Das wunderbare Foto ist von  unverstellt fotografie

Atmen mit dem Sams

Das Sams macht es ganz hemmungslos und auch du solltest öfter mal tief einatmen 🙂

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Wie redest Du denn mit Dir?

Wie redest du denn mit Dir?

Stell Dir vor Du machst Urlaub mit Deiner besten Freundin. Ihr teilt euch ein Doppelzimmer in einem schönen Hotel. Alles ist toll, das Wetter ist gut, die Natur sehenswert, das Essen, alles wunderbar. Nur die Freundin…die läuft irgendwie nicht ganz rund, also eigentlich nervt sie sogar ganz schön. Morgens nach dem Aufstehen geht es schon los. Du schlägst grade die Augen auf und das Erste, was Du hörst ist: „ Oh Mann, hättest du nicht ein bisschen weniger Wein trinken können, siehst Du, jetzt hast Du Kopfschmerzen – Das ist so typisch!“
Beim Anziehen vor dem Spiegel stellt sie sich neben dich und guckt einmal abfällig an Dir herunter: „Tja, Du hättest halt auch mal früher anfangen können mit Sport machen, ne? Jetzt wird das dieses Jahr wieder nix mit der Bikini Figur!“
Beim Frühstück stösst Du deine Kaffetasse um und sofort meckert sie los: „ Meine Güte, wie kann man nur so ungeschickt sein, Du bist ja wirklich zu blöd für alles!“
Leider hast du vergessen, Dich rechtzeitig für einen Tagesauflug anzumelden und schon bekommst du Vorwürfe: „ Na toll, jetzt hast Du das auch noch verbockt, alle Anderen haben das doch auch geschafft, Du warst ja immer schon so vergesslich und das wird auch immer so bleiben, Du hast halt einfach nicht genug Grips!“
Unmöglich? Würdest du dir nie gefallen lassen? So redet doch keine Freundin? Stimmt!
SO redet wirklich keine Freundin mit Dir, aber so oder so ähnlich redest DU mit Dir. Und zwar rund um die Uhr und jeden Tag. Auf Deine Stimmung wirkt das leider trotzdem oder gerade besonders. Und es ist auch nicht nur ein kurzer Urlaub, sondern Du bleibst ja da. Bei Dir. Nörgelnd.
Du bist Dir selbst die Nächste. Und Du setzt die Maßstäbe dafür, wie mit Dir umgegegangen werden darf. Das kannst Du übrigens jeden Tag neu beschließen. Fang heute an. Sei mal einen Tag lang freundlich zu Dir. Sag Dir mal was nettes, sei Dir mal eine gute Freundin. Und dann noch einen Tag und noch einen und dann hast Du auf einmal eine freundliche Stimme an Deiner Seite, warm, unterstützend,aufmunternd, hilfreich…wär toll, oder?
Das geht ganz leicht, probier´s mal aus

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